Licht und Schatten zum Auftakt

31. March 2019

Mit einem durchwachsenen Start sind die Bonn Capitals in die neue Saison gestartet. Bei den Hamburg Stealers reichte es nur zu einem Split, dem 10:0 in Spiel 1 folgte ein 2:5. Damit haben die Capitals zum ersten Mal nach 2017 wieder ein Normalrundenspiel verloren – und sind natürlich nicht zufrieden mit diesem Start.

Der neue Headcoach Alex Derhak hatte schon vor dem Wochenende gewarnt, dass die Leistungsstärke seines Teams noch nicht einzuschätzen sei. Doch zunächst zeigten die Capitals wie gewohnt ihre Stärken. Sie begannen schon im ersten Inning von Spiel 1 wie ein Wirbelwind. Eric Brenk als erster Schlagmann der neuen Saison begann diese standesgemäß mit einem Double und erlief nach Schlag von Adrian Stommel kurz darauf das 1:0. Stommel folgte ihm nach Schlag von Maurice Wilhelm, der ebenfalls punkten konnte, nachdem Chris Goebel ihn und Lennart Weller nach Hause geschlagen hatte. 4:0 nach einem Inning, also alles lief bestens. Das setzte sich in diesem Spiel auch fort. Sascha Koch auf dem Bonner Mound ließ nichts zu, musste zwar einige Hits hinnehmen, aber einem Punkt kamen die Stealers nicht nahe.

Die Bonner Offensive dagegen legte durch Kevin van Meensel im 3. Inning zum 5:0 nach und Hamburgs Pitcher Iwan Galkin verließ frustriert den Mound. Nutzte aber nichts. Der beste Bonner Offensivmann in diesem Spiel, Danny Lankhorst, holte mit seinem Hit Weller und Nick Miceli nach Hause und schon stand es 7:0. Lankhorst erzielte in jedem seiner drei Schlagchancen einen Hit und war so mit drei Hits und drei RBI (Runners batted in) bester Bonner. Chris Goebel, Lankhorst und Stommel sorgten für das frühzeitige Spielende durch das 10:0, zu dem Daniel Lamb-Hunt mit einem Triple beitrug. Zehn Punkte bei acht Hits, das konnte sich sehen lassen.

Im zweiten Spiel wollten die Bonner genau da anknüpfen, und das gelang zunächst auch. Im 2. Inning schlug Eddie Stommel ein Double und brachte damit Maurice Wilhelm und Danny Lankhorst zum 2:0 über die Homeplate. Fortan aber hatte Hamburgs Pitcher Darren Lauer die Capitals-Offensive bestens unter Kontrolle – mit 149 Pitches spielte er bis zum 8. Inning durch. Nur vier Hits im gesamten Spiel waren zu wenig für die Capitals. Zumal Bonns neuer Pitcher Zach Dodson Eingewöhnungsprobleme offenbarte. Die ersten beiden Innings hielt sich der Linkshänder schadlos, doch in Inning 3 musste er drei Hits und drei Runs hinnehmen – die Führung für die Stealers. Die sammelten in den folgenden beiden Innings weitere Punkte und lagen mit 5:2 in Führung. Ein Aufbäumen der Capitals erstickte Lauer im Keim. Maurice Wilhelm, der als Pitcher übernahm, ließ zwar keine Runs mehr zu, aber der Offensive gelangen auch keine Punkte mehr. Und so war die erste Niederlage in einer Normalrunde seit Juni 2017 perfekt. Das Gute: Die Capitals müssen keinem neuen Rekord hinterherlaufen, sie können sich ganz auf die Feinarbeit in Offensive und Defensive konzentrieren. Ab der kommenden Woche können sie auch endlich wieder normal auf Platz 1 im Stadion Rheinaue trainieren.

Der Saisonauftakt im heimischen Stadion ist am kommenden Samstag ab 18:30 Uhr.

Foto: Thomas Schönenborn