Episches Spiel mit Happyend

16. September 2018

Dramatik pur im Baseballstadion Rheinaue: Nachdem die Capitals am Samstag Spiel 3 des Halbfinales verloren hatten, dauerte Spiel 4, das sie unbedingt gewinnen mussten, 19 Innings! Und am Schluss hatten es die Bonner dank Maurice Wilhelm mit 3:2 gewonnen. Spiel 5 wurde dann beim Stand von 3:2 im fünften Inning wegen Dunkelheit abgebrochen. Keine Entscheidung also über den Finalisten, insgesamt 2.000 Besucher am Wochenende waren total begeistert.

Die Bonner hatten es am Samstag nicht geschafft, Spiel 3 zu gewinnen, obwohl sie „all in“ spielten und Markus Solbach auf den Mound stellten. Der hatte letzte Woche die Legionäre im Spiel 2 völlig im Griff gehabt. Doch dieses Mal gelang das nicht. Bis zum sechsten Inning war alles gut, die Capitals führten nach 0:2 Rückstand mit 4:2. Doch im siebten und achten Inning legten die Legionäre fünf Runs nach und Bonn konnte das 4:7 nicht mehr wettmachen.

Am Sonntag kam in Spiel 4 Riley Barr auf den Mound, denn Sascha Koch sollte natürlich für ein Spiel 5 geschont werden. Barr hatte ganz zu Beginn ein wenig Probleme und Regensburg führte 0:2 nach drei Innings. Dann hatten zunächst die Pitcher das Geschehen im Griff. Barr und William Greenfield für die Legionäre. Es war unglaublich, was sich dann im Stadion abspielte. Es wurde immer enger für die Capitals, denn sie mussten ja unbedingt gewinnen, sonst wäre der Traum vom Finale ausgeträumt. Endlich der erste Punkt für Bonn im achten Inning zum 1:2. Ein Inning blieb noch. Daniel Lamb-Hunt und Vincent Ahrens kamen auf die Bases und mit einem recht riskanten Spielzug und perfekter Durchführung von Danny Lankhorst konnte Lamb-Hunt zum 2:2 ausgleichen. Verlängerung, denn ein Unentschieden gibt es im Baseball nicht. Das Spiel wurde episch, unglaublich spannend und dauerte insgesamt 5,5 Stunden!

Wilhelm und Lankhorst halten die Caps im Rennen ums Finale

Maurice Wilhelm kam im zehnten Inning auf den Mound, bei Regensburg wechselten die Pitcher sich ab. Und der Bonner Pitcher, immer schon sehr gut, wuchs über sich hinaus. Neun Innings lang ließ er keinen Hit und keinen Walk zu, im Baseball ist das ein perfect game – was allerdings nicht als solches gezählt wird, wenn man erst später ins Spiel kommt. Ein Inning nach dem anderen schickte er gemeinsam mit seiner Defense die Legionäre zurück ins Dugout. Und ein Inning nach dem anderen nutzten die Capitals ihre Chancen nicht. In jedem Extra-Inning hatten sie Läufer auf den Bases, oft sogar bis zur dritten Base, aber nach Hause kam keiner. Und so wurde weiter und weiter gespielt, die Entscheidung wollte nicht fallen. Doch so wenig wie die Spieler nachließen, so wenig ließen die Fans nach. Wieder und wieder feuerten sie ihre Jungs an.

Dann kam das 19. Inning. Die Capitals hatten bereits zwei Aus, als Maurice Wilhelm einen Hit landete und Vinny Ahrens walkte. Danny Lankhorst schlug dann den Ball unerreichbar ins Rightfield und Wilhelm konnte zum Walk-off 3:2 nach Hause laufen. Beide waren die entscheidenden Spieler nicht nur in dieser Situation, sondern im ganzen Spiel 4.

5,5 Stunden Baseball und immer noch kein Ende für die Teams. Denn Spiel 5 wurde um 18 Uhr noch begonnen, obwohl klar war, dass es vor der Dunkelheit nicht beendet würde. Schade für die Capitals, denn während sie Sascha Koch als Pitcher hatten, mussten die Legionäre das letzte Aufgebot auf den Mound schicken. Beim Stande von 3:2 für die Caps und noch zwei Läufern auf den Bases, brachen die Umpire das Spiel ab. Bei genau diesem Stand und dieser Spielsituation wird es fortgesetzt, wann und wie weiß aber noch keiner. Denn kommendes Wochenende ist in Bonn die DM Jugend.

 

 

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