Die Mission: Titelgewinn

25. März 2018

Das gab es noch nie im Baseballstadion Rheinaue: Die Capitals treten in der Saison 2018 mit drei Bundesligisten an. Zu den Herren in der 1. und 2. Bundesliga kommen die Softball-Damen. Alle drei Teams haben dazu beigetragen, dass die vergangene Saison die erfolgreichste in der Historie der Capitals war. Die 1. Bundesliga hat an Ostersonntag den Start in die Saison.

Die Erfolge 2017: Die 1. Bundesliga wurde Deutscher Vizemeister, die 2. Mannschaft Meister der 2. Bundesliga Nordwest, die Damen sind Meister der Verbandsliga NRW geworden und in die Bundesliga aufgestiegen. Dazu kamen die erfolgreichen Nachwuchsteams der Capitals. Und dennoch endete die letzte Saison für das Bundesligateam unvollendet, obwohl sie bis zum allerletzten Moment gedauert hat. Nämlich bis zum Spiel fünf der Finalserie. Den Deutschen Meistertitel haben die Bundesligaspieler der Capitals ganz knapp verpasst. Und deshalb sind sie in dieser Saison auf einer Mission, der Mission Titelgewinn. Die beginnt am Sonntag, 1. April, um 12 Uhr (Spiel 2 ca. 15.30 Uhr) gegen die Dohren Wild Farmers.

Die Voraussetzungen sind gut. Das Gesicht der Capitals ist erneut fast unverändert. Allein auf der Position des Pitchers für Spiel 2 gab es eine Neubesetzung. Der 26-jährige US-Boy Riley Barr soll die gegnerische Offensive in Schach halten. Er kommt von den Mainz Athletics und freut sich auf Bonn. Die Saisonvorbereitung wurde ein wenig von den winterlichen Temperaturen behindert. „Wenn man das berücksichtigt, sind wir gut in Schuss. Fast alle sind gesund und freuen sich auf die neue Saison“, sagt Headcoach BJ Roper-Hubbert, schon im sechsten Jahr bei den Capitals. Dass sein Team seit Jahren eingespielt ist, sieht er als Vorteil. Aber er sieht auch, welches Quäntchen im Finale gefehlt hat. „Jeder Einzelne muss noch mehr rausholen, noch disziplinierter sein, mit einem Fokus auf jedem Detail.“ Ob die Caps den Titel gewinnen wollen? „Das ist die falsche Frage. Das wollen viele. Die Frage ist, ob wir bereit sind, alles Notwendige dafür zu tun, um den letzten Schritt zu machen. We‘re on a mission“, sagt Roper-Hubbert. Dabei ist es ihm egal, wer die Gegner im Laufe der Saison oder den Playoffs sind.

Beim weiteren Blick auf die Männer auf dem Mound lässt sich festhalten: Eine besser besetzte Pitcherriege gibt es kaum in Deutschland. Allesamt Nationalspieler stehen an der Spitze: Sascha Koch, Max Schmitz, Maurice Wilhelm und Markus Solbach. Letzterer will im Sommer wieder sein Glück in den USA versuchen, spielt aber im April und dann hoffentlich wieder im September für die Capitals. Allrounder Maurice Wilhelm hat sich kurz vor Saisonbeginn für weitere zwei Jahre an die Capitals gebunden. Die anderen Positionen der Defensive sind ebenfalls mit bekannten und verlässlichen Kräften besetzt. Shortstop Eric Brenk (bleibt mindestens bis 2020), Thirdbaseman Daniel Lamb-Hunt, Secondbaseman Eddie Stommel und Firstbaseman Wilhelm wollen dafür sorgen, dass die Hits, die die Pitcher zulassen, zunichte gemacht werden.

Im Outfield stehen ebenso verlässliche Jungs mit Leftfielder Chris Goebel und Centerfielder Jan Jacob. Im Rightfield hat sich letzte Saison Danny Lankhorst, von Haus aus Infielder, von seiner besten Seite gezeigt. Dort könne auch Max Schmitz oder Riccardo Migliore stehen. Und dann warten die vielen jungen Leute aus dem eigenen Nachwuchs der Capitals auf ihre Chance, die sie 2017 öfters bekamen und in der Regel genutzt haben. Auch in der Tiefe stimmt der Kader der Capitals also wieder.

Offensiv gilt es für Eric Brenk, Maurice Wilhelm, Chris Goebel, Daniel Lamb-Hunt & Co., die guten Statistiken aus dem ersten Teil der letzten Saison dieses Mal allesamt auch in die Postseason hinüberzubringen. Grundsätzlich sind die Bonner hier sehr gut besetzt, wenn mal einer schwächelt, dann springt ein anderer ein. Konstanz ist der Schlüssel für weitere Erfolge, denn die Gegner sind stark und mit den Aufsteigern Bremen und Berlin zum Teil unbekannt. Damit ist die Nordliga übrigens nach längerer Zeit wieder vollständig mit acht Teams besetzt.

Während das Team in der Vorbereitung mit den Wetterkapriolen zu kämpfen hatte, musste der Vorstand der Capitals einige Enttäuschungen bei der Sponsorensuche einstecken. „Es ist schon schade, dass wir die erfolgreichste Saison unserer Geschichte spielen, aber es beim Thema Sponsoren stattdessen Rückschritte gab“, so Vorstandsmitglied Angela Beckmann. „Dabei ist Baseball für die Fans seit einigen Jahren ein echtes Highlight im Bonner Sportkalender.“ Allein zu den Finalspielen 2017 kamen fast 3.000 Besucher. Und nun schlagen auch noch die Softballdamen in der Bundesliga auf. Insgesamt spielen 13 Teams in den verschiedenen Ligen, darunter allein acht Nachwuchsteams. Es ist also jedes Wochenende was los im Baseballstadion Rheinaue.

Die Bonn Capitals freuen sich auf ein möglichst volles Stadion zum Saisonauftakt, auch wenn es im April noch kühl sein wird. Die Heimspiele der Capitals werden außerdem im Livestream unter www.sportdeutschland.tv übertragen.

Zusatzinfo:

Die Heimspiele der Capitals in der Hauptrunde finden alle im April und Mai statt. Denn im Juni/Juli soll am Stadion das neue Flutlicht gebaut werden. So kann es 2018 noch getestet werden. Die EM wirft also ihre Schatten voraus. Sie findet vom 6. bis 15. September 2019 in Bonn statt.

 

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