Tolle Atmosphäre, toller Sport

7. April 2019

Was für eine Flutlicht-Premiere: Mit einer rundherum gelungenen und sehr stimmungsvollen Veranstaltung wurde am Samstag abend das sanierte Baseballstadion Rheinaue eingeweiht – mit „Licht an“ durch den Oberbürgermeister, seinem First Pitch und einem standesgemäßen 10:0 der Bonn Capitals gegen Dohren. Die rund 1.000 Fans zeigten auch gleich mal wieder, was sie können – ebenso wie die geladene Prominenz fühlten sich alle rundum wohl. Spiel 2 am Sonntag endete ebenso klar mit 12:2.

Ein echtes Schmuckkästchen ist das Stadion geworden, mit Flutlicht, neuem Infield-Rasen und neuer Tennenfläche. Oberbürgermeister Ashok Sridharan und NRW-Staatsekretärin Andrea Milz – Stadt und Land haben den Umbau finanziert – waren sichtlich stolz und bedankten sich auch bei den Capitals, die tatkräftig mitgeholfen haben. Capitals-Vorsitzender Udo Schmitz und Mirko Heid, bis vor kurzem Präsident des DBV, waren dankbar und stolz, denn auf diesen Ausbau mit Flutlicht haben seit Jahren alle hingearbeitet. „Das war eine tolle Saisoneröffnung mit einer unbeschreiblichen Atmosphäre. Danke an Stadt und Land für die gute Partnerschaft“, so Schmitz. Passend zum Anlass wurden noch die Meisterschaftsringe an das Meisterteam 2018 übergeben – und die Rückennummer 20 wurde „retired“. Das ist die Nummer von BJ Roper-Hubbert, der eigens aus den USA angereist war, um diese besonderen Momente mitzuerleben, und der zu Tränen gerührt war. Als es dann später im Spiel dunkel wurde, zeigte sich die ganze Pracht des Flutlichts. „Endlich Night Games in Bonn“, freuten sich alle Verantwortlichen und Fans.

First Pitch durch den Oberbürgermeister.

Das Spiel plätscherte anfangs eher vor sich hin – um dann volle Fahrt aufzunehmen, als es dunkel wurde und alles in ein gelbes Licht gehüllt war. Die Capitals führten schnell 2:0 durch Punkte von Adrian Stommel im ersten und Kevin van Meensel im zweiten Inning. Dann tat sich bis zum fünften Inning nicht viel. Aber dann starteten die Capitals voll durch. Ein Walk von Chris Goebel, ein perfekter Bunt von Danny Lankhorst, zwei Steals der beiden und ein Hit von Eric Brenk sorgten für das 4:0. Daniel Lamb-Hunt mit einem Double und Maurice Wilhelm mit einem Sacrifice Fly sorgten für das 7:0 durch Brenk, Stommel und Lamb-Hunt. Und das war es immer noch nicht in diesem Inning, Lennart Weller erhöhte auf 8:0. Damit war der Widerstand der Wild Famers gebrochen. Mit einem überragenden Sascha Koch im Rücken – er hatte 11 Strikeouts zu verzeichnen und ließ im ganz Spiel nur einen Hit zu – machten die Bonner im siebten Inning den Sack zum vorzeitigen Ende bei 10:0 zu. Wilhelm und Weller nach einem Walk-off Walk von Chris Goebel sorgten für das Endergebnis. 

First Pitch von Lothar Schutz

Am Abend zuvor bis etwa 21:30 Uhr gespielt und am nächsten Tag um 12 Uhr wieder ein Spiel starten, das war auch eher ungewohnt für die Spieler von Headcoach Alex Derhak. Dieses Mal strahlte die Sonne, und die Capitals hatten weiter Lust, ihren Fans was zu bieten. Den First Pitch nahm Dr. Lothar Schutz vor, Geschäftsführer des neuen Hauptsponsors der Capitals. Das Team legte gleich los wie die Feurwehr. Eric Brenk und Adrian Stommel mit Hits und wenig später dem 2:0 waren am Sonntag die überragenden Spieler. Vier Hits, drei RBI und zwei Runs von Stommel, drei Hits, ein Walk, fünf Runs und ein RBI von Brenk waren schon die halbe Miete. Doch auch in diesem Spiel war es das fünfte Inning, das die Vorentscheidung brachte. Nachdem Dohren zuvor auf 3:2 herangekommen war und man mit 4:2 in dieses fünfte Inning ging, waren es gleich sechs Hits und sechs Runs des Teams zum 10:2, die den Sieg sicherten. Offensiv erwiesen sich Maurice Wilhelm, Chris Goebel, Kevin van Meensel und Wilson Lee auch stark, so dass das Spiel wiederum vorzeitig im siebten Inning mit 12:2 endete. Bonns Pitcher Zach Dodson zeigte sich stärker als noch gegen Hamburg und sorgte mit acht Strikeouts und nur vier zugelassen Hits für eine starke Defensive. Ein sehr gelungenes Wochenende also für die Capitals, die kommende Woche nach Solingen müssen.

Fotos: Thomas Schönenborn