Was soll man noch sagen? Finale!

They never give up: Das hat das Team der Bonn Capitals wieder bewiesen. Sie zogen mit einem 8:7 Sieg im Halbfinale des Champions Cups gegen Neptunus Rotterdam ins Finale ein. Dabei lagen sie lange mit 1:6 zurück, doch der Glaube an den Sieg ging nie verloren. Im siebten Inning, da stand es 2:6, erzielten sie gleich sechs Runs und gingen mit 8:6 in Führung. Dann wurde es mehr als spannend, denn bis zuletzt hatte Rotterdam die Chance auf Punkte, doch es gelang nur einer. Das Bonner Team stürmte jubelnd aufs Feld. Die Sensation war perfekt, Bonn steht im Finale.

Matchwinner war Pitcher Maurice Wilhelm. Er hatte von dem glücklosen Youngster Paul Schmitz, erst 17 Jahre alt, schon im ersten Inning beim Stand von 0:4 übernommen und hielt die Niederländer bis ins neunte Inning an der kurzen Leine. Eric Brenk mit vier Hits und zwei Runs und Terrell Joyce mit dem entscheidenden Three-Run-Homerun zum 8:6 gingen offensiv voran. Aber wieder war es das ganze Team, das diesen Sieg einfuhr. Fast alle hatten ihre Hits, alle waren in der Verteidigung stets wach. Zunächst glücklos, was man an der Zahl von 14 Läufern left on base erkennen kann, warfen sie alles in die Waagschale und drehten das Momentum auf ihre Seite. Nach dem 2:6 durch Eric Brenk blies Wilson Lee im siebten Inning zur Aufholjagd – per Homerun zum 3:6. Nach einem Hit von Danny Lankhorst waren es schon zwei Aus, doch Eric Brenk, Joe Wittig und Vinny Ahrens legten noch Hits nach. Lankhorst und Brenk punkteten zum 5:6, und dann kam Terrell Joyce und hämmerte den Ball weit übers Centerfield hinaus. 8:6, das Spiel war gedreht.

Nun spielen die Capitals am Samstag um 19:30 Uhr um die europäische Krone gegen Parma. Die hatte Bonn in der Vorrunde geschlagen. Das Spiel findet glücklicherweise im Hauptstadion statt, wo es wenigstens einen rudimentären Livestream gibt. Das Bonner Halbfinale hatten die Gastgeber auf den Nebenplatz verlegt – dort blieb für die vielen deutschen und holländischen Fans nur das Live-Scoring.

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