„Jeder kann den Unterschied machen“

Natürlich wurde der erneute Finaleinzug der Capitals am Sonntag ein wenig gefeiert. Doch noch sind die Bonner Baseballer nicht am Ziel, weshalb sie die fünfte Finalteilnahme in Folge auch nicht zu hoch bewerten wollen. „Wir wollen Meister werden“ heißt das Credo seit Saisonbeginn und daran hat sich nichts geändert. Am Tag nach dem Halbfinale sprachen wir mit Headcoach Max Schmitz (29) und Shortstop Eric Brenk (29), einem der Leader im Team.

Wie hoch bewertet Ihr den Erfolg, erneut im Finale zu stehen?

Brenk: Wir haben am Wochenende gesehen, dass es nicht selbstverständlich ist, das Finale zu erreichen, deshalb ist es schon hoch einzuschätzen. Aber der ultimative Erfolg, den wir alle wollen, ist es noch nicht.

Was begeistert Euch am meisten an Eurem Team in dieser Saison?

Schmitz: Der große Teamgeist, die Zielstrebigkeit und Willensstärke. Das ist alles nicht neu, aber all das rufen wir endlich ab, wenn es darauf ankommt. Wir zeigen, was wir können und haben Spaß an unserem Sport. 

Brenk: Die wenigen neuen Spieler haben ein Stück weit neues Leben und weitere Qualität ins Team gebracht, das tut uns gut. Und es begeistert mich, dass wir auf internationalem Niveau bestehen können, denn sonst hätten wir nicht im Finale des Champions Cups gestanden.

Mit Heidenheim wartet zum fünften Mal in Folge derselbe Gegner im Finale. Welches sind die Herausforderungen?

Schmitz: In den bisher vier Endspielen konnten wir nur einmal den Meistertitel holen. Das zeigt schon, wie groß die Herausforderung ist, denn wie bei den Capitals hat sich auch das Gesicht der Heideköpfe nicht sehr verändert. Wir müssen deren Topwerfer wie Mike Bolsenbroek endlich mal schlagen. Ich weiß, dass wir das können und ich hoffe, wir bringen es auf den Platz.

Brenk: Heidenheim ist ein erfahrenes Team, das weiß, wie man gewinnt. Das hat deren enge Halbfinalserie gegen Regensburg wieder einmal gezeigt. Wir kennen uns alle sehr gut und es ist klar, dass wir alle ohne Ausnahme unsere Topleistung bringen müssen, um unser Ziel zu erreichen.

Die Offensive ist klar das Prunkstück der Capitals dieses Jahr, allein im Halbfinale habt Ihr 13 Homeruns geschlagen.

Schmitz: Ja, aber die Homeruns sind nur ein Teil unseres Spiels. Jeder, der auf dem Feld steht, kann offensiv und defensiv den Unterschied machen. Was wir gegen Paderborn gesehen haben, denn jeder Spieler hat Punkte gemacht. Es gibt aber auch neben dem Platz so viele Dinge, die uns stark machen,  und daran haben alle 25 Spieler des Teams ihren Anteil.

Eric, du hast selbst schon neun Homeruns geschlagen in dieser Saison, wie erklärst du diese Stärke?

Brenk: Ich fühle mich wohl, wenn ich am Schlag bin, der Schwung passt. Das ist das Ergebnis harter Arbeit. Auch im Winter stehen wir jede Woche viele Stunden im Schlagkäfig und trainieren das so sensible Timing. Es bleibt ja nur ein Bruchteil einer Sekunde zwischen dem Treffen des Balls oder dem Vorbeischlagen. Das zahlt sich jetzt aus. Defensiv aber könnte ich noch ein paar Prozent mehr bringen.

Was gibt der Headcoach dem Team mit auf den Weg in Teil 1 des Finales am Wochenende?

Schmitz: Ich sage jedem Spieler immer wieder: Trust your ability – vertrau auf deine eigenen Fähigkeiten. And trust your teammate. Vertrau deinem Mitspieler, denn einer ist für den anderen da. Das leben wir bei den Capitals.

Facebook
Instagram
Twitter
Scroll to Top