Zum fünften Mal in Folge im Finale

Die Capitals haben es spannend gemacht und mussten ein drittes Spiel in der Halbfinalserie gegen Paderborn spielen, aber dort ließen sie keinerlei Zweifel aufkommen und gewannen mit 23:8. Damit hat Bonn zum fünften Mal in Folge das Endspiel um die Deutsche Baseballmeisterschaft erreicht – und der Gegner heißt wie all die Jahre zuvor Heidenheim Heideköpfe. 

Um das Feld von der Mitte aus aufzurollen: Die Capitals hatten am Samstag 8:2 gewonnen und den benötigten zweiten Sieg am Sonntag eigentlich schon fast sicher bei einer 5:1 Führung im achten Inning. Doch die Relieve-Pitcher ließen die Paderborner Offensive noch mal erwachen. Nach fünf Runs im neunten Inning lagen die Untouchables plötzlich in Führung. Bis dahin hatten die Capitals durch Homeruns von Eric Brenk und vor allem einem Two-Run-Homer von Joe Wittig ihre 2:0 Führung ausgebaut auf 5:1 und schienen auf dem sicheren Weg ins Finale. Denn auch Pitcher Marcus Jensen zeigte eine sehr starke Leistung. Er wurde nach sieben Innings abgelöst. Und als die Capitals dann im neunten Inning plötzlich zurücklagen und zurückkommen mussten, gelang das nicht. Es war hochspannnend, denn bei einem Aus hatten die Capitals alle Bases besetzt und brachten Anthony Klinzing als neuen Hitter an die Homeplate. Dessen Schlag wurde aufgenommen zum Aus an der zweiten Base, aber das Aus von Klinzing an der ersten Base war hochumstritten. Doch der Umpire gab das Double Play, Spiel 2 war verloren. Für die Zuschauer und die Spieler und Coaches kam das unerwartet. „Schade für Marcus Jensen, dass wir ihm den Sieg nicht geschenkt haben, denn er hat toll geworfen“, so Headcoach Max Schmitz.

Die Antwort der Capitals in Spiel 3 der Serie war dann aber umso beeindruckender. Hier zeigten sie ihre ganze Offensivmacht, die sie diese Saison so auszeichnet. Und die Zuschauer gaben alles, um ihre Capitals anzufeuern. Zwar hatte Paderborn nicht mehr die besten Pitcher zur Verfügung, aber 23 Punkte muss man dennoch erst einmal machen – und das in nur sechs Innings, denn das Spiel wurde aufgrund der Mercy Rule dann beendet. Allein acht Homeruns schlugen die Bonner über den Zaun in diesem einen Spiel. Dabei gelang das Eric Brenk, Wilson Lee und Terrell Joyce jeweils gleich zweimal, außerdem schaffte Lennart Weller einen Grand Slam Homerun, der gleich vier Punkte einbrachte, und Vinny Ahrens punktete ebenso per Homerun. Alle Spieler punkteten, kamen also zu mindestens einem Run über die Homeplate. „Ich bin sehr stolz auf mein Team, dass es eine solche Reaktion gezeigt hat“, sagte Max Schmitz. „Paderborn hatte vom ersten Inning an keine Chance.“

Die Best-of-three-Serie hatte am Samstag mit dem sicheren 8:2 Erfolg begonnen. In dem Spiel überragte Bonns Pitcher Sascha Koch, der in sieben Innings zehn Strikeouts warf und die Untouchables an der kurzen Leine hielt. Er ließ keinen Run zu. Offensiv stachen Daniel Lamb-Hunt und Nick Miceli mit je drei Hits hervor. Insgesamt schlug die Bonner Offensive allein an diesem Wochenende 13 Homeruns.

Die Best-of-Five-Serie gegen Heidenheim wird am kommenden Wochenende auswärts mit zwei Spielen begonnen. In zwei Wochen dann gibt es den Showdown im Stadion Rheinaue. Kleiner, aber wichtiger Nebeneffekt des Finaleinzugs: Er bedeutet die erneute Qualifikation für den Champions Cup.

Foto: Thomas Schönenborn

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