Nordmeister will weiter siegen

1. Juli 2022

Zu den letzten Spielen in der regulären Saison reisen die Bonn Capitals in die Bundeshauptstadt. Da die ausgefallenen Partien gegen Köln nicht nachgeholt werden, tritt damit der Nordmeister in Berlin an.

Der komplette Spieltag in der Bundesliga Nord fiel letzten Woche Corona zum Opfer. Der Zeitplan für die Saison lässt keinen Raum mehr für Ausweichtermine, so dass die Capitals endgültig Tabellenplatz 1 sicher haben und zum siebten Mal in den letzten acht Jahren Nordmeister sind. Am 16./17. Juli geht es im Playoff-Viertelfinale gegen den Vierten aus dem Süden – der noch nicht feststeht.

Doch zuvor wird es noch einmal schwer werden in Berlin. Denn die Flamingos haben die Hoffnung auf die Playoffs noch nicht aufgegeben. In der ersten Hälfte der Saison sahen sie wie ein sicherer Playoff-Kandidat aus, mussten dann aber einige Niederlagen hinnehmen, die sie zurückwarfen. Die Rechenspiele sind in der derzeitigen Tabellenkonstellation nicht ganz einfach, aber zwei Niederlagen würden die Flamingos wohl ihrer Chancen berauben. Deshalb wird Spielertrainer Enorbel Marquez-Ramirez alles in die Waagschale werfen, um die Capitals zu besiegen. Er selbst kann dabei als Pitcher eine entscheidende Rolle spielen. Offensiv kommt es auf die Tophitter wie Jordan Bradley, Maikel Azkuy oder Nico Kannapin an.

Die Capitals haben sich mit intensivem Training spielbereit gehalten und sind froh, dass es vor den Playoffs noch zwei Spiele zu bestreiten gibt. Offensiv- und Defensivkräfte sind fit und setzen auf zwei Siege. „Wir wollen immer gewinnen – also auch beide Spiele gegen Berlin“, sagt Headcoach Max Schmitz. Gedanklich muss man sich noch nicht viel mit den Playoffs beschäftigen, denn es ist derzeit völlig offen, gegen wen es geht. Die Plätze 2-4 sind im Süden umkämpft. Nach diesem Spieltag wird man klarer sehen, denn da kommt es zum Spitzenspiel Heidenheim gegen Regensburg, und Stuttgart muss in Mainz antreten, beiden also drohen Punktverluste. Die München Haar Disciples dagegen setzen auf zwei Siege gegen Tübingen. „Wir verfolgen den engen Playoff-Kampf im Süden und freuen uns schon jetzt auf eine spannende Viertelfinalserie. Wir haben keinen Wunschgegner“, so Schmitz. Denn schließlich sind das Finale bzw. der Meistertitel fest angepeilt, und da müssen die Capitals ohnehin jeden schlagen. Genau deshalb ist die Spielpraxis in Berlin sehr willkommen – und wird hoffentlich nicht wieder durch Corona verhindert.

Die Spiele in Berlin sind auf zwei Tage aufgeteilt: Samstag um 18 Uhr und Sonntag um 12 Uhr.

Foto: Thomas Schönenborn

 

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