Per Homerun den Widerstand gebrochen

3. Juli 2022

Mit zwei Siegen in der Bundeshauptstadt beendeten die Bonn Capitals die reguläre Saison. Dabei fiel der erste Sieg mit 4:1 schwer, beim 14:2 am Sonntag war schnell alles klar.

Die Flamingos starteten mit Spielertrainer Enorbel Marquez-Ramirez als Pitcher ins erste Spiel am Samstag. Er sollte versuchen, die Capitals in Schach zu halten und die Chance auf einen Sieg für die Berliner als letzte Playoff-Chance zu wahren. Das gelang dem 47-Jährigen und seinem Team über weite Strecken der Partie. Sie gingen mit 1:0 in Führung und außer dem 1:1 durch Wilson Lee im dritten Inning brachten die Bonner trotz insgesamt 12 Hits nichts Zählbares aufs Scoreboard. Sie hatten zwar mehrfach Läufer auf den Bases in aussichtsreicher Position, allein nach Hause konnten sie nicht gebracht werden. Auch die Flamingos fanden ihren Meister im Bonner Pitcher Noah Lindt, insgesamt ließ das Bonner Pitching nur drei Hits zu. Es dauerte bis ins siebte Inning, bevor die Kräfte von Marquez-Ramirez nachließen – was Eric Brenk gleich zu einem Homerun nutzte. Nach dem 2:1 für Bonn war der Widerstand gebrochen. Daniel Lamb-Hunt und John Schultz sorgten für weitere Hits und Punkte zum 4:1. Damit war der Sieg unter Dach und Fach.

Am Sonntag war der Widerstand der Flamingos sofort gebrochen. 3:0 hieß es nach dem ersten Inning, und 9:0 nach dem dritten Inning gegen den Berliner Pitcher Patrich Kurzawa Rodriguez. Das veranlasste Spielertrainer Marquez-Ramirez zu einer ungewöhnlichen Aktion: Obwohl er am Tag zuvor bereits 112 Würfe gemacht hatte, begab er sich erneut auf den Mound. Und behielt Recht, denn er verhinderte zunächst weitere Punkte der Capitals. Doch natürlich reichte die Kraft nicht bis ans Ende. Im sechsten Inning übergab er an Joshua Spezia, der dann gleich große Probleme hatte, einige Walks und Hits hinnehmen musste und die Capitals auf 14:0 davonziehen sah. Dabei erzielten fast alle Bonner Schlagleute ihre Hits. Auf dem Mound hielt sich Zach Dodson schadlos.

Mit Blick auf die Playoffs hat der Spieltag im Norden und Süden etwas mehr Klarheit gebracht. Hamburg qualifizierte sich mit einem Doppelsieg in Köln als Tabellendritter für die Playoffs. Dahinter kämpfen noch Dohren und Köln um Platz 4. Am kommenden Wochenende findet noch ein Spieltag statt, die Capitals allerdings sind spielfrei und beenden die reguläre Saison mit 21 Siegen und nur einer Niederlage. Im Süden hat sich ein weiterer Playoff-Kandidat zu dem Trio Heidenheim, Haar und Stuttgart gesellt: Die Mainz Athletics schlugen Stuttgart zweimal und haben nun auch noch die Chance auf Platz 4 und die Playoff-Teilnahme. Heidenheim und Haar sind durch. Stuttgart muss noch gegen Haar ran und kann Platz 4 noch an Mainz verlieren.

Foto: Thomas Schönenborn

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