Halbfinale: ein Schritt nach dem anderen

5. August 2022

Mit einem Split fahren die Bonn Capitals nach Heidenheim. Am Ende fehlte in Spiel 2 der Halbfinalserie etwas Glück und Schlagkraft, doch natürlich ist nach wie vor die Chance da, zum sechsten Mal in Folge ins Finale einzuziehen.

Es gab die ein oder andere Szene, die dem Trainerstab, dem Team und den Fans noch durch den Kopf ging. Etwa als John Schultz im zwölften Inning fast der Siegpunkt gelang – doch Heidenheim hatte das Glück auf seiner Seite, die Würfe Richtung Homeplate kamen genau an und Schultz war Aus. Viele Chancen ließ Heidenheims Pitcher Jared Mortensen nicht zu, in dieser Situation gab es nach einem Double von Daniel Lamb-Hunt eine. Mortensen hat 13 Innings lang eine außergewöhnliche Leistung gebracht, auch das gelingt ihm gerade über diese Dauer nicht immer. Doch die Capitals haben schon im Viertelfinale gegen Mainz gezeigt, dass sie auch mit einem Split gut leben können. Sie müssen nur in Heidenheim so wie in Mainz ihr Potenzial abrufen.

„Der Fokus richtet sich zunächst komplett auf Spiel 3. Wir gehen mit Selbstbewusstsein rein und wollen es natürlich gewinnen“, so Headcoach Max Schmitz. Das Team will einen Schritt nach dem anderen machen. Denn bei einem Sieg gibt es zwei weitere Chancen, den dritten Sieg in der Best-of-Five-Serie einzufahren. „Wir werden mit der nötigen Aggressivität ins Spiel gehen, um die wenigen Chancen, die sich bieten, zu nutzen.“ Spiel 3 und 4 gibt es mindestens noch, ein letztes würde sich am Sonntag direkt an Spiel 4 der Serie (das um 13 Uhr beginnt) anschließen, falls es dann 2:2 steht. In einem fünften Spiel hätte Bonn sicher gute Chancen, denn die Pitcherriege der Capitals ist tiefer besetzt. So oder so wird der Finalist am Sonntag ermittelt.

Zunächst aber am Samstag (14 Uhr) Spiel 3 gegen Mike Bolsenbroek, den niederländischen Pitcher der Heideköpfe. Viele Jahre hatten die Capitals ihre Probleme mit ihm, aber die letzten beiden Spiele – 2021 und letzte Woche – haben sie gewonnen. Eric Brenk, Wilson Lee, Daniel Sanchez oder Daniel Lamb-Hunt fokussieren sich wie der Rest des Teams auf ihre Stärken, die sie bisher in den Playoffs gezeigt haben – nur in Spiel 2 gelang das nicht. „Wenn wir alles abrufen können, dann wird es sehr schwer gegen uns“, so Schmitz. Die Fans wollen ihren Teil zum Erfolg beitragen, denn die Auswärtsspiele in Heidenheim brauchen eine starke Fanbasis auf den Rängen. Der Fanblock neben dem Capitals-Dugout wird gut gefüllt sein mit eigenen Fans.

Foto: Thomas Schönenborn

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