Team und Trainer als erfolgreiche Einheit

5. September 2022

Auch nach dem Sieg gegen Paderborn bewiesen die Spieler der Bonn Capitals Ausdauer – beim Feiern mit den Fans. Der Meistertitel wurde schon in Paderborn und am Sonntag abend nach der Rückkehr im Stadion Rheinaue ausgiebig gefeiert.

Mit grün-gelben Lichtern und viel Gesang wurde das frischgebackene Meisterteam von einem Spalier von Fans empfangen. Die meisten waren auch in Paderborn dabei und waren dann, wie das Team, schnurstracks auf die heimische Anlage gefahren. Mit glänzenden Augen hielten die Spieler den großen Meisterpokal immer wieder hoch.

Väter des Erfolges gibt es viele, an erster Stelle steht aber das Team. Das hatte der Trainerstab immer wieder betont und dabei nicht nur die zehn Spieler, die in der Starting Line-up stehen, einbezogen, sondern alle 25 Mann im Kader, darunter eine Reihe Nachwuchsathleten. Jeder hatte seine Aufgabe, sei es im Spiel, beim Aufwärmen der Pitcher oder als stets einsatzbereite Alternativen. Die intensiven Trainings, in denen ein Meisterteam geformt wird, sind nur mit einem solchen Kader möglich. „Jeder hat seinen Anteil am Erfolg“, betont Max Schmitz.

Einen sehr großen Anteil hat aber naturgemäß das Trainergespann mit Max Schmitz, Clemens Cichocki und Jon Marshall. „Es ist unglaublich, was der Clemens aus meinen Schlagleistungen noch herausgeholt hat, obwohl ich schon 30 bin und lange Baseball spiele“, benennt Teamkapitän Eric Brenk, als MVP ausgezeichnet, nur ein Beispiel. Cichocki ist bei den Capitals als Nachwuchstrainer im Einsatz und leistet extrem gute Aufbauarbeit – aber eben nicht nur beim Nachwuchs, sondern auch bei den gestandenen Spielern. Außerdem ist er ein ausgewiesener Analytiker. Max Schmitz schaffte es, in seinem zweiten Jahr als Cheftrainer bereits den Meistertitel zu holen. Seine Trainingskonzepte und Analysen sind das eine – das andere ist, dass er der große Motivator ist. Zwar haut er auch mal auf den Tisch, aber vor allem pusht er sein Team immer wieder nach vorne. Das war auch in Paderborn der Fall, wo nach der Niederlage in Spiel 3 und sehr mäßigen Leistungen neue Motivation vonnöten war. Auch taktisch haben er und sein Trainerstab bei der Wahl der Pitcher in Spiel 4 immer richtig reagiert. „Wir wussten, dass uns bei einer späten Führung im Spiel keiner mehr den Sieg streitig macht, denn mit Sascha Koch und Dovydas Neverauskas haben wir die beiden besten Pitcher der Liga in der Hinterhand“, so Schmitz. Gesagt, getan: Zach Dodson und Nick Miceli hatten auf dem Mound vorgelegt, Koch und Neverauskas brachten es nach Hause.

Fotos: Thomas Schönenborn

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