Es wäre mehr drin gewesen

21. Mai 2017

So richtig wusste auf Bonner Seite keiner, wie er die Spiele gegen die Paderborn Untouchables bewerten sollte. Zwar gelang in Spiel 2 des Sonntags ein 4:1 Sieg, aber ebenso wie bei der 2:4 Niederlage in Spiel 1 gab es strittige Schiedsrichterentscheidungen, einige Unruhe und einigen Leerlauf in den Spielen. Irgendwie war es nicht der Tag der Bonn Capitals. Von daher ist der Split ein gutes Ergebnis.

Im ersten Spiel vor rund 700 Zuschauern vergaben die Grün-Gelben ihre Chancen gleich in den ersten Innings. Zweimal waren die „bases loaded“ und beide Male gelang kein einziger Punkt, sondern mit Doubleplays beendeten die Untouchables die Bonner Hoffnungen auf Punkte. Sie selbst schafften es dagegen sofort, bei bases loaded nicht nur einen, sondern gleich drei Punkte zu machen. Denn den weiten Schlag von Marco Cardoso unterschätzte Rightfielder Wilson Lee, so dass er hinten am Zaun landete und die Läufer nach Hause kamen. 3:0 für Paderborn. Zuvor war Bonns sehr gutem Pitcher Sascha Koch (acht Strikeouts) etwas passiert, was ihm sonst nie passiert: Alle drei Läufer waren durch Walks auf die Kissen gekommen – auch da waren die Entscheidungen des Umpires nicht immer unumstritten. Dann plätscherte das Spiel so vor sich hin, bis die Capitals im 7. Inning endlich zwei Punkte machten. Selbst im neunten Inning gab es, trotz des vierten Punktes für Paderborn, noch die Chance zumindest auf den Ausgleich. Doch wieder beendete ein unglückliches Doubleplay die Hoffnung. Bonn hatte neun Hits gelandet im Spiel, Paderborn nur sieben, gewonnen haben sie trotzdem. Auf Bonner Seite zeigte Chris Goebel ein überragendes Spiel mit drei Hits und zwei Walks, d.h. er war immer auf Base bei seinen At-Bats, doch das reichte nicht.

Im zweiten Spiel des Sonntags lagen die Capitals wieder zurück, allerdings nur mit 0:1. Und dieses Mal gelang es ihnen, postwendend die Führung zu erobern im vierten Inning. Max Schmitz gelang ein Two-Run-Home-Run, mit dem er sich und Daniel Lamb-Hunt nach Hause holte. Im fünften Inning legten Eric Brenk und Chris Goebel mit ihren Runs gleich zwei Punkte nach. In diesem Spiel war Lamb-Hunt besser drauf als in Spiel 1, mit einem Triple war er in Inning 4 aufs dritte Base gesprintet und ihm gelangen im weiteren Verlauf noch zwei weitere Hits. Die weiteren gelungenen Schläge verteilten sich gleich auf fünf Spieler, dabei auch wieder Chris Goebel. Auf dem Mound stand Wilson Lee, der ein gutes Spiel machte und sechs Strikeouts warf. Dabei war es kurz vor Ende noch mal eng geworden, denn die Paderborner hatten zwei Mann auf Base und einen am Schlag, bei einem Aus, als der Spieler am ersten Base aus Sicht der Bonner ausgemacht wurde – der Umpire sah das anders. Viel Aufregung, ein Platzverweis für Vinny Ahrens und zwei weitere Chancen für die Untouchables. Doch Max Schmitz, Closer der Capitals, machte dem mit zwei Strikeouts ein Ende. 4:1 für Bonn und weiter die Tabellenführung.

Headcoach BJ Roper-Hubbert war nicht unzufrieden, trotz der Niederlage. „Ich wünsche mir mehr solcher engen Spiele, in denen wir auf allen Ebenen gefordert sind. Im ersten Spiel haben wir unsere Chancen nicht genutzt, und schon kannst du ein Spiel verlieren.“

Highlights von Spiel 2: https://youtu.be/NpdQD40lQ2o

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