Auf in den Norden

Für die Bonn Capitals beginnt jetzt die Zeit der Auswärtsspiele, und dabei wird es bis Ende Juni gleich dreimal in den hohen Norden gehen. Der erste Gegner dort sind am Samstag die Bremen Dockers. In den Hinspielen hatten die Capitals den Aufsteiger im Griff und siegten mit 5:0 und 9:1. Vorher und nachher ist den Bremern nur je ein Sieg gelungen, so dass sie derzeit am Tabellenende der Bundesliga Nord stehen. Also genau am anderen Ende der Tabelle im Vergleich zum ungeschlagenen Spitzenreiter Bonn.

Die Bonn Capitals sind also eine sehr hohe Hürde für die Dockers. Das Team von BJ Roper-Hubbert will seine weiße Weste natürlich behalten. Einen Startrekord haben sie mit ihrem 14:0 Lauf am Ende der Hinserie ohnehin schon aufgestellt; dass am Sonntag gegen Köln nicht auf 16:0 aufgestockt werden konnte, lag allein am Wetter. Ein Nachholtermin für das Bonner Heimspiel-Intermezzo steht mittlerweile fest: Der Fronleichnamstag, 31. Mai. Kein glücklicher Termin für die Capitals, die zwei Tage später schon wieder in Paderborn antreten müssen, aber die Baupläne in der Rheinaue ließen da wenig Auswahl.

Gegen den Aufsteiger Bremen wird der Bonner Coach sicher wieder munter durchwechseln wie schon zuletzt gegen Köln, als fast alle Spieler zum Einsatz kamen. Offensiv sind die Capitals durch die Bank gut drauf, denn auch hier erzielen fast alle ihre Hits und Runs. Gleich acht Spieler haben einen Schlagdurchschnitt von über .300 aufzuweisen, was im Baseball eine wichtige Marke ist. Das heißt, dass fast jedes dritte At-Bat mit einem Hit abgeschlossen wird. Führend sind im Bonner Team Daniel Lamb-Hunt, Maurice Wilhelm, Eric Brenk und Kevin van Meensel. Shortstop Brenk hat mit 18 Hits und 12 Runs in den bisherigen Spielen die besten Total-Werte aufzuweisen. Er hatte offensiv etwas schwer in die Saison gefunden, ist nun aber voll da. Defensiv ist er ohnehin eine Bank, so wie etwa auch Adrian Stommel auf der zweiten Base und die Jungs auf den anderen Verteidigerpositionen. In der Werferriege überragt bisher Markus Solbach, der in 31 Innings nur einen Run des Gegners zugelassen hat und 45 Strikeouts warf. Fast genauso stark ist Sascha Koch mit 46 Strikeouts und sechs Runs in ebenfalls 31 Innings. Gerade gegen die starken Bonner Pitcher hatte sich die Bremer Offensive im Hinspiel enorm schwergetan. Es sollte also alles angerichtet sein für einen weiteren Doppelsieg. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung.

 

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