Fünf Bonner mit in Japan

21. August 2019

Die deutsche Baseball-Nationalmannschaft ist am Dienstag mit 28 Spielern in Japan angekommen und bereitet sich dort knapp zwei Wochen lang auf die Europameisterschaft in Bonn vor. Fünf Spieler der Bonn Capitals sind mit von der Partie und wollen sich für den finalen Kader von 24 Spielern empfehlen. In Uershino City in der Region Saga stehen neben dem Training eine ganze Reihe von Testspielen für den Feinschliff an.

Von den Capitals haben es Sascha Koch, Maurice Wilhelm, Eric Brenk, Adrian Stommel und kurzfristig noch Philipp Racek in den vorläufigen Kader geschafft. Für Max Schmitz hat es aufgrund seiner Verletzung nicht gereicht, er ist noch nicht wieder voll einsatzfähig. Besonders groß war die Freude über die Nominierung bei Stommel, der bisher nur zum erweiterten Kader gehörte. „Das ist Wahnsinn. Jahr für Jahr arbeitet man darauf hin, es mal mit der Nationalmannschaft auf wichtige Turniere zu schaffen, und jetzt geht es nach Japan und hoffentlich auch noch zur EM im eigenen Stadion. Das ist ein großer Traum für mich.“

Endgültig sind die Plätze noch nicht vergeben, denn aller Voraussicht nach werden noch einige deutsche Spieler, die in USA aktiv sind, zum Team stoßen. So werden wohl  noch 6-8 der 28 Spieler gestrichen. „Ich will dem Trainer zeigen, dass ich ein guter Spieler bin, ein Teamplayer und dass er auf mich zählen kann“, so Stommel. Maurice Wilhelm sieht das ebenso: „ Ich will in Japan zeigen, dass ich ein wertvoller Spieler für dieses Team sein kann und alles geben werde auch bei der EM.“ Er und Sascha Koch und Racek sind Teil der Pitcherriege, anders als bei den Capitals wird Wilhelm eher nicht in der Offensive eingesetzt werden. Eric Brenk spielt bisher in der Nationalmannschaft meist Thirdbase, also nicht Shortstop, aber auch dort kommt er blendend zurecht. Inwieweit sich seine längere Verletzungspause noch auswirkt, werden die Tage in Japan zeigen.

Für Bundestrainer Steve Janssen ist Japan, wo Baseball mindestens genauso groß geschrieben wird wie in den USA, eine sehr gute Wahl. Denn in den USA, wo man zunächst hingehen wollte, hätte es weniger Trainingsspiele auf höchstem Niveau geben können, weil die Saisons laufen. „Das ist aber das wichtigste für uns, dass wir 6 oder 7 Spiele machen können, die uns alles abverlangen. Das ist die beste Vorbereitung für die EM. In Europa wäre das auch nicht möglich gewesen.“ Janssen weiß, worum es geht: „Das Können ist da, es geht ums Feintuning, nur darum kann es so kurz vor der EM noch gehen. Wir wollen die Spieler taktisch, physisch und mental perfekt vorbereiten.“ Möglich wurde das Ganze auch finanziell nur, weil die Saga Sports Commission die Vorbereitung des deutschen Teams unterstützt. 

Infos und Tickets unter www.baseball-em.de

Foto: Thomas Schönenborn