Per Triple Play Sieg gesichert

25. Juni 2023

Die Capitals taten sich schwer gegen die Berlin Flamingos, aber sie fuhren dennoch in beiden Spielen den Sieg ein mit 4:3 und 5:1. Damit festigten sie die Tabellenführung in der Bundesliga Nord.

Das erste Spiel begann denkbar unglücklich für Bonn. Starting Pitcher Sascha Koch verließ nach wenigen Würfen den Mound, weil er Schmerzen im Arm hatte. Damit kam Titus von Kapff zu einem sehr frühen Einsatz, natürlich noch nicht aufgewärmt. „Das hat uns natürlich aus dem Konzept gebracht“, so Spielertrainer Wilson Lee. In der folgenden ersten Offensive der Capitals merkte man das allerdings zunächst nicht. Mit drei schnellen Hits durch Eric Brenk, Wilson Lee und Daniel Lamb-Hunt erzielten sie direkt das 3:0 und Erinnerungen an die klaren Siege in Berlin wurden wach. Doch weit gefehlt: In der Folge schwiegen die Bats der Capitals zwar nicht völlig, aber die letzten entscheidenden Meter fehlten und insgesamt agierte die Offensive nicht überzeugend. Dafür kamen die Flamingos auf. Im fünften Inning hatten sie schon einen Run erzielt und legten im sechsten zwei Punkte gegen Bonns Pitcher Yanni Orfanidis nach: 3:3 der Spielstand. Und so kam zu einem sehr frühen Zeitpunkt, nämlich schon im sechsten Inning, Eric Brenk auf den Mound, der sonst als Closer mal ein oder zwei Innings wirft. Da Bonn aber in dieser Saison nicht ausreichend besetzt ist auf der Pitcherposition, ging Brenk bis zum Ende – und rettete zusammen mit Terrell Joyce Bonn den Sieg. Der schlug im achten Inning einen Sacrifice Fly ins Outfield, so dass Phildrick Llewellyn zum 4:3 nach Hause laufen konnte.

Dabei war erwartet worden, dass es im zweiten Spiel besonders schwer werden würde, denn da stand Berlins Veteran-Pitcher Enorbel Marquez-Ramirez auf dem Mound. Und die Capitals taten sich auch schwer. Die Flamingos gingen mit 1:0 im dritten Inning in Führung und bis dahin gelang der Bonner Offensive nicht viel. Eine Initialzündung gab es dann im vierten Inning durch den Homerun von Wilson Lee zum 1:1. Plötzlich waren die Schlagleute da und legten in Gestalt von Daniel Lamb-Hunt und Luis Martin nach. Dazu ein paar Fehler in der Berliner Verteidigung und Bonn hatte durch Lamb-Hunt und Daniel Sanchez die 3:1 Führung. In der Zwischenzeit hatte sich auch Bonns Pitcher Toru Murata eingefunden ins Spiel, anfangs hatte er ein paar Probleme mit den Berliner Schlagleuten. Doch dann ließ er kaum noch etwas zu. Eng hätte es noch mal werden können im achten Inning beim Spielstand von 4:1. Die Flamingos hatten Läufer auf den Bases eins und zwei bei keinem Aus. Und dann gelang der Bonner Defensive etwas, was die meisten im Stadion Rheinaue noch nie gesehen hatten: ein Triple Play. Das heißt nach dem Schlag von Gabriel Tovar wurden alle drei Läufer in drei schnellen Spielzügen Aus gemacht. Es blieb also beim 4:1, das Lamb-Hunt wenig später noch auf 5:1 erhöhte und erneut Eric Brenk im letzten Inning nach Hause warf.

„Wir können mit der Leistung in beiden Spielen nicht zufrieden sein, aber was zählt, sind zwei Siege“, so Lee. „Wir merken, dass uns immer wieder ein Stück Energie fehlt und wir müssen das von Spiel zu Spiel angehen und verbessern.“ Nächste Woche ist Dohren zu Gast, die an diesem Wochenende für die Capitals spielten: Sie nahmen den Untouchables Paderborn einen Sieg ab, so dass die Tabellenführung der Bonner nun zwei Punkte beträgt.

Foto: Thomas Schönenborn

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