Bonner Baseball und Olympia 2032

23. April 2018

Nordrhein-Westfalen ist fit für Olympische Spiele. Das Konzeptpapier der Rhein Ruhr City 2032 für eine mögliche Bewerbung Nordrhein-Westfalens für Olympische und Paralympische Spiele wurde am 18. April von den Initiatoren um Michael Mronz an die Landes- und Sportpolitik überreicht. Das dynamische Konzept berücksichtigt insgesamt 14 Kommunen mit den Austragungsstätten der verschiedenen Sportarten, darunter die Stadt Bonn mit Trainings- und Wettkampfstätten für Basketball, Baseball und Softball. In der 182 Seiten umfassenden Broschüre werden zunächst die Sportarten- und Disziplinen der Olympischen Spiele betrachtet.

Das Baseballstadion Rheinaue hat auch seine Seiten in der Broschüre, denn allein Bonn wird dort als Austragungsort für Baseball und Softball aufgeführt. Die Inhalte wurden letztes Jahr in Zusammenarbeit mit den Bonn Capitals von der Agentur von Michael Mronz erarbeitet. Die Rahmendaten: Existierend und Olympia-geeignet nach Umbaumaßnahmen und temporären Anpassungen, geplant sind 5.000 Sitzplätze.

Ministerpräsident Armin Laschet zum Konzept 2032: “Fast genau neun Monate nach der ersten Vorstellung freue ich mich sehr über das nun vorliegende und ausgearbeitete Konzept der Initiative zu Rhein Ruhr City 2032. Olympische und Paralympische Spiele können für Nordrhein-Westfalen eine einmalige Chance darstellen, uns als gastfreundliches und weltoffenes Sportland zu präsentieren. Ich bin überzeugt, dass eine Bewerbung dann erfolgreich sein kann, wenn der Sport und der nachhaltige Nutzen für die Menschen im Mittelpunkt stehen, fernab jeder Gigantomanie.“Bonns OB Ashok Sridharan sagte: „Bonn bringt sich in die Rhein-Ruhr City-Initiative 2032 mit ein, da in die vorhandene Infrastruktur investiert und diese sinnvoll ergänzt werden soll.”

Die Initiative ist derzeit allerdings nicht mehr als das. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) jedenfalls hält sich bedeckt und verweist darauf, dass noch viel Zeit ist, bis eine Bewerbung abgegeben werden muss. „Grundsätzlich begrüßen wir die Initiative, weil wir es gut finden, dass sich Kommunen und Regionen beim Thema Olympia wieder auf den Weg machen“, sagte die Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker bei einer Veranstaltung in Mannheim. „Rhein-Ruhr wird aber sicher nicht die einzige Stadt oder Region in Deutschland bleiben, die über eine Bewerbung nachdenkt.“

Radio Bonn Rhein/Sieg griff das Thema auf, hier einer der Beiträge.