Zwei Pitcherwelten

12. Juni 2016

Jetzt hat es die Capitals doch mal wieder erwischt. Nach einer sehr mäßigen Leistung unterlagen sie den Solingen Alligators in Spiel 2, nachdem sie das erste noch gewinnen konnten. Dabei erlebten die 600 Zuschauer zwei Pitcherwelten beim Blick auf Sascha Koch und Wilson Lee. Die Niederlage ist kein Beinbruch für die Bonner, die 14:2 Siege aufweisen und klar Tabellenführer sind, aber ärgerlich war es allemal.

ChrisGoebel_SLMit einem überragenden Sascha Koch und einer stabilen Defensive gewannen die Bonn Capitals zunächst das neunte Spiel in Serie. Doch welch ein Unterschied zum letzten Aufeinandertreffen mit Solingen: Mit dem knappsten aller Resultate siegten die Bonn Capitals in Spiel 1 mit 1:0. Die sonst so schlagstarke Bonner Offensive war in diesem Spiel ins Stottern geraten. Die Chancen, die sich durch Schläge von Daniel Lamb-Hunt, Maurice Wilhelm und Eric Brenk boten, konnten nicht genutzt werden. Den einzigen Run hatte Chris Goebel erzielt und ermöglicht, denn sein Triple – sein Schlag brachte ihn an die dritte Base – veredelte Lennart Weller mit einem RBI zum einzigen Punkt dieses Spiels durch Goebel. Die Defensive aber stand. Bis ins sechste Inning hinein ließ Bonns Pitcher Sascha Koch nicht einmal einen Hit zu. Erst danach schafften es die Solinger zumindest dreimal aufs erste Base. Koch gelangen 12 Strikeouts, er pitchte ein complete game über die neun Innings.

 

Das zweite Spiel schenkten die Capitals mit 5:9 ein wenig her. Zum einen hatte Pitcher Wilson Lee einen schlechten Tag erwischt und ließ gleich zehn Hits und sechs Runs zu, darunter zwei Home Runs, und die Defensive machte ein paar Fehler. Zum anderen fanden die Bonner Schlagleute kaum Wege, den neuen Mann auf dem Mound der Alligators entscheidend zu bezwingen. Wayne Ough, ein Baseballweltenbummler, war kurzfristig wieder zu den Solingern gestoßen und spielte gleich ein complete game auf dem Mound. Insgesamt nutzten die Capitals auch hier ihre wenigen Chancen nicht, denn immerhin elf Hits in einem Spiel münzen sie sonst eher in Runs um. Der beste offensive Spieler war Daniel Lamb-Hunt mit drei Hits und drei Runs. Doch gerade das Laufspiel klappte nicht. Ein ums andere Mal wurden Läufer beim Versuch, eine Base zu stehlen, ausgemacht. „Uns fehlte dieses Mal die Vollstrecker-Mentalität“, brachte es Headcoach BJ Roper-Hubbert auf den Punkt. Nächste Woche soll das wieder anders aussehen, da geht es in Dortmund gegen den Tabellenletzten.

In der Tabelle sind gleich drei Teams hinter den Capitals punktgleich mit 9:7: Paderborn, Solingen und Hamburg. Also reichlich Luft nach hinten beim Kampf um die Nordmeisterschaft.

Fotos: Thomas Schönenborn

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