Herausforderung im Norden

17. May 2019

Die drei englischen Wochen für die Bonn Capitals gehen zu Ende. Ab Samstag heißt es in der Bundesliga wieder: Wochenende ist Spieltag. Dann geht es zu den Dohren Wild Farmers, und die zeigen sich sehr stark in den letzten Wochen. Die beiden Spiele werden also eine Herausforderung.

Fünf ihrer letzten sechs Spiele haben die Wild Farmers gewonnen, darunter zweimal gegen Hamburg und einmal gegen Paderborn. Damit haben sie sich von dem etwas schwierigen Saisonstart bestens erholt, zu dem auch zwei Niederlagen gegen die Capitals gehörten, und liegen mit 8:5 Punkten wieder auf Playoff-Kurs. Im Gegensatz zu Bonn hatte Dohren sogar gerade zwei Wochen Pause, und mit Caleb Fenimore und Edvardus Matusevicius zwei Spieler, die in bester Schlaglaune sind.

Für die Capitals geht es aber ohnehin darum, auf sich selbst zu schauen. Die Probleme beim Pitching in Spiel 1 sind nach wie vor da, die Frage ist, ob Coach Alex Derhak wieder die Youngster einsetzt oder dieses Mal direkt auf den Routinier und Nationalspieler Maurice Wilhelm auf dem Mound zählt. Offensiv konnten sich Wilson Lee, Maurice Wilhelm, Chris Goebel & Co. gegen Wesseling Selbstvertrauen holen. Sie alle wissen, dass es gegen Hamburg noch viel Luft nach oben gab, und das ist sicher notwendig, um Dohren zu schlagen. Die beiden Hinspiele, mit 10:0 und 12:2 klar gewonnen, sind in dieser Phase der Saison kaum noch ein Maßstab. Dabei müssen die Capitals aufpassen, dass sie die Tabellenführung nicht einbüßen, denn Solingen und Paderborn lauern – beide haben wie Bonn bisher vier Spiele verloren. Volle Konzentration und Kampfeswille sind also angesagt, was Coach Alex Derhak nach der Niederlage gegen Hamburg auch deutlich eingefordert hat.

Foto: Thomas Schönenborn