Die Aufsteiger kommen – Teil 1

20. April 2018

Mit den Spielen gegen die Bremen Dockers am Sonntag (12 und ca. 15:30 Uhr) beginnen für die Bonn Capitals die  Aufsteigerwochenenden. Denn eine Woche später kommt der zweite Aufsteiger Berlin Flamingos ins Stadion Rheinaue. Alles andere als zwei Siege gegen Bremen wären eine große Überraschung.

Mit zwei Aufsteigern ist es nach fünf Jahren wieder gelungen, auch die Bundesliga Nord – so wie im Süden – komplett mit acht Teams zu besetzen. Viele Vereine scheuen Zeitaufwand und Kosten der 1. Bundesliga, weshalb lange nicht alle Aufsteigerplätze besetzt werden konnten. Die Bremen Dockers setzten sich in der Relegation gegen den letztjährigen Bundesligisten Dortmund Wanderers durch und spielen jetzt im Oberhaus. Spielertrainer Alberto Orti Roig kann weiter auf das bewährte Team setzen und holte zwei Verstärkungen nach Bremen: den 23-jährigen Nick Miceli aus Connecticut, USA. Er ist ein Allrounder und steht für Bremen auch auf dem Mound. Außerdem kam der Spanier Giovanni Ricardo Binetti Sanchez. Der Auftakt in die Saison verlief verheißungsvoll, denn zu Hause besiegten die Dockers Paderborn 7:6, nachdem sie schon 0:6 zurückgelegen hatten. Doch seitdem setzte es vier Niederlagen, obwohl die Gegner Köln und Berlin nicht zu den stärksten in der Liga gehören.

Die Bonn Capitals blasen vor allem zum Angriff. Denn in der Offensive hakte es zuletzt noch etwas. Aber je länger die Saison dauert, desto besser wird das Timing beim Schlag. Und gegen Bremen wollen die Jungs von Spielertrainer BJ Roper-Hubbert zeigen, was in ihnen steckt. Ob Maurice Wilhelm und Daniel Lamb-Hunt wieder einsatzfähig sind, ist offen. „Wir wollen sie auf keinen Fall zu früh wieder einsetzen, die Verletzungen sollen erst vollständig ausheilen“, sagt Sportdirektor Florian Nehring. Zu einem so frühen Zeitpunkt in der Saison kann man sich das erlauben. Beide Spieler scharren aber mit den Hufen, zuschauen ist ihre Sache nicht. In die Bresche sprangen im letzten Spiel Adrian Stommel und Vincent Ahrens – und natürlich Kevin van Meensel mit seinem Walk-Off-Hit, also dem singbringenden letzten Schlag. Das ist für jeden Baseballer immer was Besonderes und die Mannschaft stürzte sich natürlich sofort jubelnd auf den jungen Teamkollegen. Van Meensel gehört nicht zur Stamm-Neun der Capitals, aber er bekommt wie viele andere Youngster bisher genügend Einsatzzeiten, um sein Können zu zeigen. Roper-Hubbert erweitert damit seine Möglichkeiten, er kann jederzeit nahtlos umbauen, wenn ein anderer Spieler mal einen schlechten Tag hat oder verletzt ist. Über die Bonner Defensive muss man nicht mehr viele Worte verlieren, die war von Anfang an top. Sowohl auf dem Mound als auch in der Feldverteidigung. Es wird also schwer für Aufsteiger Bremen Dockers.

Das Drumherum und die Atmosphäre im Stadion werden ein Übriges tun – die Stimmung bei den rund 1.200 Zuschauern war am letzten Wochenende riesig, was so früh in der Saison zeigt, dass Baseball in Bonn weiter boomt. Wer es dennoch nicht ins Stadion schafft: Die Heimspiele der Capitals werden im Livestream unter www.sportdeutschland.tv/baseball übertragen und professionell englischsprachig kommentiert.

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