Capitals wollen Siegesserie fortsetzen

9. Juni 2016

Das Hinspiel ist unvergessen, denn zwei so klare Siege (11:1, 13:1) am Solinger Weyersberg hatten die Bonn Capitals noch nie gelandet. Das ist drei Wochen her, und die Bonner sind deshalb der Favorit in den Rückspielen an diesem Sonntag (13 und 15.30 Uhr). Zumal die Alligators ihren US-Pitcher Jadd Schmeltzer verloren haben. Doch so leicht wollen sie es den Bonnern nicht noch einmal machen.

Die beiden „Erdrutschsiege“ gegen Solingen haben das Selbstbewusstsein der Capitals weiter gestärkt, was zuletzt der enge 3:1 Sieg gegen Hamburg bewiesen hat. Mit Geduld und Vertrauen in die eigenen Stärken gelang letztlich der achte Sieg in Folge. Klarer Favorit in beiden Spielen gegen Solingen zu sein, das ist den Bonn Capitals noch nicht oft passiert. Aber sie nehmen diese Rolle gern an. Nach zwei Wochen Spielpause freuen sich die Jungs von Headcoach BJ Roper-Hubbert auf die Aufgabe und wollen zeigen, dass sie von ihrer bärenstarken Form nichts verloren haben.

In Solingen hat sich seit dem letzten Duell etwas Entscheidendes verändert: US-Pitcher Jadd Schmeltzer, gesetzter Werfer in Spiel 2, ist auf eigenen Wunsch in seine Heimat zurückgekehrt. Was eine weitere Schwächung der in dieser Saison ohnehin schwächelnden Solinger bedeutet. Mit André Hughes, Nils Hartkopf und Juan Pichardo ist die Pitcherriege für zwei Spiele nicht gerade üppig besetzt. Zwar kehrt nun der vielseitig einsetzbare Weltenbummler Wayne Ough nach Solingen zurück. Er ist kein ausgewiesener Spezialist auf dem Mound, kann dort aber eingesetzt werden. Offen bleibt dennoch, welche Pitcher in Spiel 2 werfen werden und auf wen sich die Bonner Schlagleute einstellen müssen. Außerdem kam mit Nolan Lang, einem deutschstämmigen 20-jährigen „Corner-Infielder“ der Northeastern University in Boston, eine Verstärkung für Infield und Offensive.

„Meine Mannschaft wird Solingen weiterhin nicht unterschätzen, trotz der Veränderungen. Aber wir wissen, was wir können. Wenn es uns gelingt, uns weiter auf unsere Stärken zu konzentrieren, werden wir erfolgreich sein“, sagt BJ Roper-Hubbert. Bonns Headcoach wünscht sich genau solche Spiele wie das letzte gegen Hamburg, mit einem starken Gegner und starken Pitchern. Denn Roper-Hubbert weiß genau, dass seine Offensive und seine Defensive diese Nagelproben gar nicht oft genug bekommen können, um top vorbereitet in die Playoffs zu gehen. Doch noch sind zehn Spiele gegen fünf Gegner in der Hauptrunde zu spielen – und darunter sind gewiss noch einige Nagelproben.

Foto: Thomas Schönenborn

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