Halbfinale gegen Paderborn perfekt gemacht

Die Bonn Capitals haben sich mit zwei Siegen gegen die Hamburg Stealers den Platz im Playoff-Halbfinale gesichert. Beide Spiele wurden beim 11:0 und 10:0 vorzeitig beendet. Da Paderborn gleichzeitig zweimal gegen Dohren gewonnen hat, stehen beide Teams als Halbfinalisten fest und am Sonntag kommt es zum Showdown um Tabellenplatz 1 im Norden.

Chris Goebel lief zu großer Form auf

In der Rheinaue erlebten die 265 Fans ein seltenes Schauspiel. Denn beide Spiele beendete Kevin van Meensel jeweils mit einem Walk-Off Homerun. In Spiel 1 stand es 9:0 im fünften Inning, als er mit einem Two-Run Homerun den Endstand von 11:0 klar machte – die Ten-Run-Rule beendete das Spiel vorzeitig. Und Ähnliches passierte in Spiel 2 im sechsten Inning. Beim Stand von 7:0 beförderte der Bonner Centerfielder den Ball wieder über den Zaun zu einem Three-Run Homerun. Vorzeitiges Ende bei 10:0. Zu den beiden klaren Siegen trugen desweiteren vor allem Chris Goebel bei, der in beiden Spielen heiß lief und insgesamt fünf Hits und vier Runs verbuchte, sowie Eric Brenk mit vier Hits und drei Runs. Da auch beide Bonner Pitcher wieder bestens aufgelegt waren – Sascha Koch brauchte nicht einmal fünf Innings für seine zehn Strikeouts, Zach Dodson verbuchte acht Strikeouts – war der Sweep eine sichere Sache.

Die Partien verliefen außer am Ende dennoch recht unterschiedlich. In Spiel 1 hatten die Capitals von Beginn an keine Probleme mit Hamburgs Pitcher Max Müller. Nach drei Innings stand es schon 5:0. Daniel Lamb-Hunt und Nick Miceli mit Unterstützung von Chris Goebel sorgten für die Punkte. Die Stealers brachten im vierten Inning einen frischen Werfer mit Marvin Kilic, und der begann gut, denn er hielt Bonn beim 5:0. Doch im fünften Inning brachen alle Dämme. Wieder waren es Chris Goebel und Nick Miceli, die den Auftakt machten, Eddie Stommel schlug sie per Double zum 7:0 nach Hause. Als Eric Brenk ebenfalls ein Double folgen ließ, mit dem Lennart Weller und Stommel auf 9:0 erhöhten, war das Spiel längst entschieden. Den spektakulären Schlusspunkt setzte Kevin van Meensel, dessen Homerun den Endstand von 11:0 klar machte. Ein besonderes Highlight in diesem Spiel war auch der kurze Auftritt von Noah Lindt. Der erst 16-jährige Werfer der Capitals wurde im fünften Inning eingewechselt und machte kurzen Prozess mit Schlagmann Rickert Koch. Ein eindrucksvolles Bundesliga-Debut des Youngsters, der auch in den Playoffs dabei sein soll.

Noah Lindt gab sein Bundesligadebut.

Das zweite Spiel wurde wie erwartet schwerer. Denn mit Sam Belisle-Springer hatte Hamburg einen sehr starken Pitcher auf dem Mound, der vor dem Bonner Auftritt noch kein Spiel verloren hatte. Und so hatte die Bonner Offensive ihre Probleme. Wieder war es Chris Goebel, der für den ersten Punkt verantwortlich war. Nach seinem Hit und  dem folgenden Schlag von Justus Recki machte Goebel das 1:0. Viele Chancen gab es in der Folge nicht. Erst im fünften Inning knackte die Bonner Offensive den kanadischen Pitcher der Stealers. Gleich fünf Runs gelangen Eddie Stommel, Eric Brenk, Wilson Lee, Daniel Lamb-Hunt und – natürlich – Chris Goebel. Das 6:0 war die Vorentscheidung. Im sechsten Inning erzielte Weller das 7:0 und mit Kevin Lambertz und Eric Brenk auf den Bases holte Kevin van Meensel zum entscheidenden Schlag aus – Homerun zum 10:0.

Wenn es nun am Sonntag in der Rheinaue zum Ende der regulären Saison gegen Paderborn um Platz 1 im Norden geht, so ist das der Auftakt zu einer kleinen Dauerserie. Denn beide Teams spielen auch das Halbfinale in einer Best-of-Three Serie, das heißt sie sehen sich nun drei Wochenenden in Folge. Das Spiel am 20. September ist ausverkauft, es kann aber sein, dass unter reservation.capitals.de im Laufe der Woche noch Restkarten frei werden.

Fotos: Thomas Schönenborn

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