Eine harte Serie steht bevor

Zwei Teams, vier Jahre, vier Finalserien: Die Bonn Capitals und die Heidenheim Heideköpfe haben ein Abonnement auf die Finalspiele um die deutsche Baseballmeisterschaft. Am Wochenende beginnt die Serie 2020 mit zwei Spielen im Stadion Rheinaue (Samstag 15 Uhr, Sonntag 14 Uhr – beide ausverkauft) und beide Teams schauen voller Vorfreude darauf.

Heidenheim siegte in den Finals 2017 und 2019, 2018 holten sich die Capitals den Titel. Nach dem Gesetz der Serie wären die Capitals wieder dran – aber so einfach ist es im Sport ja nicht. Der Respekt vorm Gegner ist groß, denn auch in dieser Saison ist gerade die Offensive der Heideköpfe wieder sehr gefährlich. Doch Bonn will dagegen halten. „Unsere Offensive hat in der regulären Saison und im Halbfinale gezeigt, dass sie selbst bärenstark ist“, so Spielertrainer Wilson Lee. Allein zehn Homeruns steuerten Daniel Lamb-Hunt, Wilson Lee, Kevin van Meensel & Co. zu dem Durchmarsch im Halbfinale mit drei Siegen bei. Es könnte ein weiteres Homerunfestival werden in den Endspielen, denn auch Heidenheim hat mit Gary Owens oder Simon Gühring einige Powerhitter in seinen Reihen. Lee: „Wir kennen Heidenheim lange genug und wissen, dass sie stark sind. Aber wir selbst sind das auch, sowohl im Pitching als auch in der Offensive. Es wird sicher eine spannende Serie und ein harter Kampf.“

In der Defensive müssen die Capitals allerdings eine Schwächung verkraften, denn Catcher Nick Miceli war gegen Paderborn vom Platz gestellt worden und muss zwei Spiele Sperre absitzen. Gerade im Zusammenspiel mit den Pitchern kommt dem Catcher eine große Bedeutung zu und es bleibt abzuwarten, wie das Bonner Trainerteam das kompensieren will. Zumal Miceli auch offensiv stark aufgespielt hat. Bonn wird auf dem Wurfhügel mit Sascha Koch in Spiel 1 und Zach Dodson in Spiel 2 starten, aber neun Innings sind lang, da werden die anderen Werfer auch ihre Leistung abrufen müssen. Das Pitching der Heidenheimer weist bekannte Kräfte wie Mike Bolsenbroek auf, aber auch neue Gesichter wie Lars Huijer, ebenfalls Niederländer. „Für uns kommt es wie immer darauf an, dass wir den Fokus auf unser Spiel richten und mit der richtigen Einstellung an die Sache herangehen, dann brauchen wir uns vor keinem Pitching zu fürchten“, so Lee. Die Halbfinalspiele gegen Regensburg haben gezeigt, dass Heidenheim auf der Werferposition durchaus verwundbar ist.

Dass es den Spielern und Coaches bei allem Wettbewerb auch um die Freude am Spiel geht, zeigt die kurzfristige Entscheidung für eine Best-of-Five-Serie anstelle Best-of-three. Lee: „Je mehr Spiele umso mehr Spaß macht es für alle, Spieler und Fans und die ganze Baseballorganisation. Wir freuen uns auf das Finale.“

Beide Spiele im Stadion Rheinaue sind ausverkauft, die begrenzte Kapazität von 300 Zuschauern war jeweils nach 45 Minuten vergeben. Mit Blick auf die erhöhten Infektionszahlen bitten wir alle Zuschauer eindringlich, sich strikt an die Hygienemaßnahmen zu halten!

CapsTV überträgt wieder im Livestream unter www.sportdeutschland.tv.

https://sportdeutschland.tv/baseball-1/finale-bonn-capitals-heidenheim-heidekoepfe-spiel-1

https://sportdeutschland.tv/baseball-1/finale-bonn-capitals-heidenheim-heidekoepfe-spiel-2

Foto: Thomas Schönenborn

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